Geschichte / Sozialkunde

1. Aktuelle Schwerpunktsetzungen, Aktivitäten und Arbeitsgruppen

a) Unterrichtsentwicklung

Die Fachschaft G/Sk legt seit Jahren einen großen Wert auf das Erwerben und Sichern von Grundwissen, was sich auch daran zeigt, dass in jedem Leistungsnachweis mindestens eine Grundwissensfrage mit bis zu 4 Bewertungseinheiten vorzufinden ist und dies in der Fachschaft auch flächendeckend umgesetzt wird.

Die Fachschaft besitzt auch einen Fachraum mit den entsprechenden medialen Gerätschaften (z.B. fest installierte digitale Medien), so dass mit Hilfe fachspezifischer Wandkarten, Atlanten, Ton- und Bildquellen ein zeitgemäßer Unterricht logistisch einfacher durchzuführen ist.

Auch ist es das Ziel der Fachschaft durch entsprechende Angebote im Wahl- und Projektunterricht interessierte SchülerInnen über den regulären Unterricht hinaus, für politische und historische Themen zu begeistern und damit das historisch-politische Profil der Jugendlichen zu schärfen. Zu nennen ist hier der Wahlunterricht „Politik und Zeitgeschichte“ und die diversen europäischen Bildungsprojekte (Comenius/ERASMUS+), die das WG in den letzten Jahren sehr erfolgreich durchgeführt hat.

b) im Bereich außerunterrichtliche Aktivitäten

Die leider in den letzten Jahren personell sehr geschrumpfte Fachschaft bemüht sich trotz schwindender personeller Ressourcen eine Vielzahl von außerunterrichtlichen Aktivitäten zu planen und umzusetzen, besondere Schwerpunkte sind zum einen die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit, da der Ort Garmisch-Partenkirchen durch die Olympischen Winterspiele 1936 eine besondere Verbindung zum Nationalsozialismus aufweist, zum anderen sind es die seit 2008 regelmäßig durchgeführten EU-Bildungsprojekte im Rahmen von COMENIUS bzw. ERASMUS+:

- Besuch der römischen Ausgrabungen von Cambodunum (6. Jgst.)

- Besuch der Ägyptischen Staatssammlung in München (6. Jgst.)

- Besuch des Konzentrationslagers Dachau (obligatorisch 9. Jgst.)

- Besuch der Ausstellung „Die Kehrseite der Medaille“ über die Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen (9. Jgst.) mit Hilfe der im Rahmen von „Denkmal aktiv“ von Schülern des WG erarbeiteten „Ausstellungsbox“, die auch von anderen Besuchergruppen genutzt werden können.

- Projekt „Holocaust-Gedenktag“: Seit 13 Jahren führt die Fachschaft mit der 10. Klasse (G9) bzw. 9. Klasse (G8) einen Holocaust-Gedenktag rund um den 27. Januar durch, bei dem historische Aufarbeitung der NS-Vergangenheit, interkultureller oder interreligiöser Dialog, Zeitzeugen (ehemalige KZ-Häftlinge, Zwangsarbeiter) oder aktuelle Gefahren für die FdGO im Mittelpunkt stehen.

- Herstellung eines Audio-Guides zur Geschichte des Nationalsozialismus in Garmisch-Partenkirchen (P-Seminar), der auch vom örtlichen Tourismusbüro beworben wird.

- Mehrmalige Exkursionen zu den Schlachtfeldern des 1. Weltkrieges im Rahmen von Projekten („Jugend im 1. Weltkrieg“) und Erstellung eines Blogs in Kooperation mit dem Lycée Ozanam Lille/F

- Teilnahme an dem Programm „Juniorwahlen“ der Bundeszentrale für politische Bildung und des Deutschen Bundestages (ab 10. Jgst.)

- Planung und Durchführung europäischer Bildungsprojekte im Rahmen des Programms COMENIUS bzw. der nachfolgenden Programmgeneration ERASMUS+ in Kooperation mit Schulen aus der Türkei (Istanbul, Kayseri), Italien (Triest, Desenzano del Garda), Norwegen (Levanger), Österreich (Telfs), den Niederlanden (Beverwijk), Frankreich (Lille) und Großbritannien (Gosport).

- Seit dem Schuljahr 2016/17 führte das Werdenfels-Gymnasium als koordinierende Schule im Rahmen von ERASMUS+ (Strategische Schulpartnerschaften) ein multinationales Theaterprojekt zum 1. Weltkrieg (Titel: „A war to end all wars – a European theatre of peace“) durch, welches zusammen mit dem Lycée Ozanam Lille/F und der Bayhouse School Gosport/GB geplant und entworfen worden ist. Als außerschulischer Partner konnte das Residenztheater München gewonnen werden, deren Mitarbeiter zusammen mit den 39 SchülerInnen dieses Theaterstück entwickelten, inszenierten und aufführten. Die Premiere des Theaterstückes fand am 19. April 2018 am Residenztheater im „Marstall“ statt.

c) im Bereich der Fachschaftsorganisation

Seit Jahren werden die Angaben und Erwartungshorizonte der kleinen Leistungsnachweise und Klausuren zentral archiviert, damit KollegInnen sich an früher gestellten schriftlichen Leistungsnachweise orientieren können oder dort passendes Quellenmaterial zu bestimmten Themen vorfinden. In den nächsten Schuljahren soll dieses digitalisiert und in Mebis den Fachlehrkräften zugänglich gemacht werden.

In den Fächern Geschichte und Sozialkunde in Jahrgangsstufe 10 wird, wenn gewünscht, im ersten Halbjahr 2-stündig Geschichte oder Sozialunde und im zweiten Halbjahr 2-stündig das entsprechende andere Fach unterrichtet, da somit das jeweilige Fach wirklich zweimal in der Woche unterrichtet werden kann. Die Stundenpläne der betroffenen KollegInnen und der jeweiligen Klasse werden dankenswerterweise von dem Stundenplanteam dementsprechend diesem Konzept angepasst.

d) im Bereich „Fachlichkeit und Führung“/Personalentwicklung bzw. Personalunterstützung

Durch Fachschaftsbeschluss umfassen KLN in der Regel 20 BE, Kurzarbeiten 30 BE und Klausuren in G/Sk 60 BE (40 BE G/20 BE Sk). Die KollegInnen werden angehalten pro Klasse 2 KLN pro Halbjahr zu schreiben oder wahlweise 3 KLN und eine wirkliche Projektnote für das gesamte Schuljahr in den Jahrgangsstufen 6 bis 9, in der 10. Jahrgangsstufe entweder mindestens 2 KLN pro Fach oder ein KLN und eine wirkliche Projektnote.


2. Zielsetzung für die weitere Entwicklung der Fachschaft

a) im Bereich Unterrichtsentwicklung

Mit der Einführung des Lehrplan PLUS in Geschichte zum Schuljahr 2018/19 verbindet sich eine verstärkt kompetenzorientierte Unterrichtsgestaltung und demzufolge auch eine geänderte Form der Leistungserhebung. Im Rahmen einer SCHILF werden die KollegInnen in diesem Schuljahr eingehend in den neuen Lehrplan eingewiesen und darüber hinaus muss auch von der Fachschaft eine Auswahl für die neuen Lehrbücher getroffen werden. Wie sich dieser neue Lehrplan dann mit einer in Aussicht gestellten Rückkehr zum G9 verträgt, wird die Zukunft zeigen.

b) im Bereich der außerunterrichtlichen Aktivitäten

Die Fachschaft ist gewillt, trotz ihrer geringen Zahl an Lehrkräften, das bisher sehr umfangreiche Angebot an außerschulischen Aktivitäten aufrechterhalten zu können, da gerade das Lernen am historischen Ort, Archivarbeit und das Gespräch mit Zeitzeugen oder gesellschaftlich relevanten Personen/Gruppen besonders zur Nachhaltigkeit beiträgt.

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