„Keine gesellschaftliche Stabilität ohne individuelle Stabilität!“ (Brave New World)

Exkursion der Klasse 9b in das Theaterstück ,,Brave New World“

Der bekannte dystopische Roman ,,Brave New World“, zu Deutsch ,,Schöne neue Welt“, welcher von dem englischen Schriftsteller Aldous Huxley verfasst und im Jahre 1932 erstmals publiziert worden ist, wird seit 2012 auch im Münchner Volkstheater aufgeführt. So hatte unsere Klasse 9b zusammen mit ihrer Klassen- und Deutschlehrerin, Frau Ogunkte, die Gelegenheit, das bereits im Unterricht besprochene literarische Werk dort am Freitag, dem 06.07.2018, anzusehen.

Der im Jahre 2540 n. Chr. lokalisierte Roman handelt von einer, nach dem so genannten ,,Neun-Jahre-Krieg“, in Kasten eingeteilter Menschheit, die durch eine einzige Regierung geleitet wird. Die Bevölkerung lebt dabei fern ab von Armut, Krankheit, Krieg, einem schmerzvollen Tod und jeglicher Trauer. Dabei existiert weder Freiheit noch der Glaube an Gott, Kunst oder echter Liebe. Stattdessen bedienen sich die Menschen etwa Reproduktionstechniken und künstlichen Aufzuchtstationen. Diese permanent zusammenlebende Gesellschaft wird durch die so genannte Soma-Droge glücklich gehalten. Am Rade dieser Welt gibt es jedoch noch Reservate, in welchen Menschen mit menschlichen Zügen wie den unseren,  z. B. Trauer sowie Schmerz, dafür aber in individueller Freiheit leben. Einer von ihnen ist John Savage, der mit seiner Mutter Linda eines Tages für Forschungszwecke in die Soma-Welt gelangt. So treffen zwei völlig unterschiedliche Welten aufeinander, die sich gegenseitig nicht verstehen. Lediglich John Savage bewahrt sich durch seine individuelle Entscheidung über ein Leben in Freiheit und einen Tod in Freiheit am Ende jedoch ein Stück menschliche Würde.

Insgesamt hat das Stück und die damit verbundene packende Inszenierung Begeisterung, intensives Nachdenken und eine tiefgründige Reflexion auch im Hinblick auf unsere heutige Welt bewirkt. Einig waren wir uns auf der Zugfahrt nachhause in jedem Fall darüber, dass es keine wirklich glückliche Welt bzw. kein glückliches Leben ohne Freiheit geben kann. So hat diese Exkursion unseren literarischen Intellekt erweitert, uns allen Spaß gemacht und uns ein Stück Zusammenrücken unserer Klasse und unserer Lehrerin beschert. Ein voller Erfolg!

Christoph Schweiger, 9b