Theaterfahrt zu „Felix Krull“ des Münchner Volkstheaters

FelixKrullKlDas niemals enden wollende Hochstapeln eines Lebenskünstlers - „Felix Krull“

Im Rahmen der WG-Theaterfahrten besuchten am 08.06.2018 die Klasse 10a und der Oberstufenkurs Deutsch d4 der Q11 die hundertste Theateraufführung von „Felix Krull“ des Münchner Volkstheaters. Grundlage dieser Inszenierung bildet dabei Thomas Manns Romanfragment „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull.

Der Memoiren erster Teil“. In diesem Schelmenroman, der durchaus als Parodie auf den klassischen Bildungs- bzw. Entwicklungsroman betrachtet werden kann, wird die Lebensphilosophie des Hochstaplers Felix Krull beleuchtet, welcher der Welt der Schönen, Reichen sowie Mächtigen genau das vorspielt, was diese von ihm erwartet. Auf diese Weise gelingt es ihm, sein Lebenskunstwerk – im wahrsten Sinn des Wortes - immer höher zu stapeln. Selbst wenn dieses Bauwerk am Ende zu Fall kommt, ist man sich als Zuschauer doch sicher, dass es der raffinierte Schelm bei der nächsten Gelegenheit verstehen wird, wieder einen Stein auf den anderen zu setzen. Diese schwungvolle Inszenierung von Bastian Kraft beeindruckte sein Publikum, indem sie mit wenigen Mitteln im Hinblick auf die Bühnenausstattung, aber dank ihrer pfiffigen Schauspieler den altbekannten Roman in einem sehr modernen Licht erscheinen ließ.

Auf der Heimfahrt zurück an unser Gymnasium waren sich alle Beteiligten deshalb darüber einig, dass dieser vergnügliche Theaterabend sich in jedem Fall gelohnt hatte und nach einer Wiederholung ruft.

Alexandra Oguntke