Besuch eines Deutschkurses der Q12 in „Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm“

Kino Q12 Brecht2018kl

Am Abend des 11. Oktobers hat sich unser Deutschkurs der Q12, inklusive unserer Lehrerin Frau Oguntke, voller Vorfreude im Hochland Kino getroffen, um gestärkt mit Popcorn eine Neuverfilmung der sehr bekannten „Dreigroschenoper“ Bertolt Brechts anzusehen.

Ich möchte eine Kunst machen, die die tiefsten Dinge berührt und 1.000 Jahre dauert. Sie darf nicht so ernst sein“ (B. Brecht).

Diese Vorfreude wurde gänzlich erfüllt: B. Brechts Dreigroschenfilm ist aus zwei sich abwechselnden Handlungssträngen aufgebaut. So wird in einem Handlungsstrang das Leben B. Brechts von der Inszenierung im Theater und des Films über seine Kontroversen mit dem Produzenten des Films bis zu seiner Abscheu des an Macht gewinnenden Nationalsozialismus beleuchtet. Der andere Handlungsstrang beschäftigt sich mit den Geschäften Mackie Messers und seiner Liebe zu Polly, der Tochter seines größten Feindes.

Wer A sagt, muss nicht B sagen, er kann auch erkennen, dass A falsch war“ (B. Brecht).

Alle Sätze, welche die Figur B. Brecht in diesem Film äußert, sind einmal mehr, einmal weniger philosophische Zitate des historischen B. Brechts. Durch spitze Satire, Doppeldeutigkeit und Frivolität wird die „neue“ Dreigroschenoper sehr aufgelockert und dem Zuschauer frisch dargestellt. Hinter den häufig sehr amüsanten Sprüchen steckt dann aber oft auch Tiefgründigkeit, weshalb man den Dreigroschenfilm nicht mit einer typische monotonen Komödie oder Satire vergleichen kann.

Will man Schweres bewältigen, muss man es sich leicht machen“ (B. Brecht).

Letztlich darf festgehalten werden, dass „Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm“ eine sehr gelungene Neuverfilmung des Klassikers ist. So konnte uns dieser Film die Person B. Brecht sowie seine besonderen Gedankengänge näher bringen und dieses Kinoevent konnte uns sowohl für B. Brechts Literatur als auch wieder einmal für die Literatur als solche begeistern. Auf ein Neues!


Hannes Obermüller, Q12