Überraschung knapp verpasst

Schulmannschaft der Jungen II des Werdenfels-Gymnasiums verpasst gegen Ettal nur knapp den Einzug ins Bezirksfinale

Oberammergau - Pleiten, Pech und Pannen. So begann das Kreisfinale für die Handball-Buben des Werdenfels-Gymnasiums in der Woche vor Weihnachten. Nahezu alle Spieler gehören der männlichen B-Jugend des TSV Partenkirchen an. Am Tag zuvor hatte man das letzte offizielle Ligaspiel für das Jahr 2018 hinter sich gebracht. Zwei Verletzte waren die Folge. Drei weitere hatten das Kreisfinale gegen das Internat Ettal nicht auf dem Schirm und erschienen nicht zum Treffpunkt. Ein Torhüter und fünf Feldspieler machten sich zusammen mit Lehrerin C. Ober und TSVP-Übungsleiter H. Bräu auf den Weg nach Oberammergau, wo das eine Spiel ausgetragen werden sollte.

Sehr zur Freude der Gäste erklärten sich die Ettaler bereit, auch mit fünf Feldspielern anzutreten. "Eine faire Geste und auch im Sinne des Sports, obwohl wir kein Anrecht darauf haben", weiß Bräu. Die Partenkirchner brauchten ein wenig, um in die Partie zu finden. Zur Halbzeit lag man mit nur einem Tor in Rückstand (10:11). Die Sensation war zu Greifen nahe, die Jungs waren hochmotiviert, obwohl die jungen Heimschiedsrichter häufig auf Zuruf der eignen Bank pfiffen und zugunsten der Ettaler entschieden.

Unser Team zeigte in der zweiten Hälfte vor allem im Angriff durch überlegte Auslösehandlungen teils sehenswerte Angriffe und ging 8 Minuten vor Ende auch verdient mit 19:17 in Führung. Erst dann bestanden die Gastgeber wieder auf ihren sechsten Feldspieler und damit ergab sich die entscheidende Überzahl gegen das Werdenfels-Gymnasium. Die Partenkirchner kämpften und lagen zwei Minuten vor Ende bei nur einem Tor in Rückstand (21:20). In dieser heißen Phase passierten zwei fragwürdige Schiri- Entscheidungen gegen uns, ein verunglückter Angriff führte zum Ettaler Gegenstoß und brachte die Vorentscheidung. Zwei weitere Konter zum Schlussstand 24:20 taten ihr Übriges. Schade, die Mannschaft hätte es verdient gehabt! „Am Ende müssen wir uns selbst fragen, warum wir nur mit fünf Spielern antreten", fragt sich Ober selbstkritisch. Auf Seiten des WG hervorzuheben sind Leo Fischer und Ferdinand Sprenger, die beide im Rückraum aufgrund des fehlenden Rückraum-Mitte-Spielers auch Führungsqualitäten zeigen mussten.

Fürs WG spielten: Ferdinand Sprenger, Leo Fischer, Moritz Sauter, Lukas Sauter, Paul Simon und Max Felzmann.